B 50 neu - ein Segen für die Unternehmen der Region

Der Hochmoselübergang bei Zeltingen-Rachtig wird kontrovers diskutiert

Verkehrspolitisches Ziel dieser Baumaßnahme war die Entstehung einer leistungsfähigen europäischen
Fernstraße E 42 - Bauvolumen: ca. 360 Millionen Euro! Doch bei diesem Projekt - wie nicht unüblich für Baumaßnahmen - stehen sich Befürworter und Kritiker unversöhnlich gegenüber.

Was für die einen positive Beschäftigungseffekte und nachhaltige Wettbewerbsvorteile für Unternehmen der Region bedeutet, stellt für andere primär einen massiven Eingriff in die Natur dar.

Nach der Landtagswahl im April 2011 in Rheinland-Pfalz einigten sich die Koalitionspartner SPD und Die Grünen auf einen Kompromiss: der Hochmoselübergang wird fertig gestellt - auf den Bau der ebenfalls umstrittenen Mittelrheinbrücke wird verzichtet.

Bau schreitet zügig voran
Die B 50 ist die Fernstraßenverbindung zwischen den belgisch/niederländischen Seehäfen und den belgischen Ballungsräumen mit dem Rhein-Main-Gebiet. Die 25 Kilometer lange Neubaustrecke soll die Bundesautobahnen 60 und 1 am Kreuz Wittlich mit der Bundesautobahn 61 bei Rheinböllen verbinden. Der geplante Straßenquerschnitt beträgt 26 Meter. Zu dieser Baumaßnahme gehört auch der eigentliche Hochmoselübergang im Kreis Bernkastel-Wittlich. Das Bauwerk ist rund 2,7 Kilometer lang und 160 Meter hoch. Unmittelbar hinter dem östlichen Brückenkopf ist eine Anschlussstelle geplant, die über einen Zubringer die Hauptverkehrsstraßen im Moseltal mit der B 50 n verknüpft.

Kernkompetenz Erdbau
Für den Abschnitt 1 zwischen Altrich und Wittlich-Wengerohr sind in Spitzenzeiten täglich bis zu 70 Arbeitskräfte im Einsatz. Das Projekt hat viel Arbeit in die Region gebracht. Gerade die mittelständischen Unternehmen profitieren von dieser Baumaßnahme. Auch AMAND bedient sich leistungsstarker Partner aus der Region.

Seit dem 3. Dezember 2011 ist bereits die Ortsumgehung Wengerohr in Betrieb. Die Fertigstellung der Leistung ist für Ende April 2012 geplant.

Wir können bei diesem Projekt wieder einmal unsere Stärken im Kerngeschäft Erdbau voll aufzeigen. Durch langjährige Erfahrungen, kompetentes und leistungsstarkes Personal werden wir auch dieses Projekt in kürzester Zeit umsetzen und das in uns gesetzte Vertrauen in termingerechte Fertigstellung nicht enttäuschen.

 

Auf einer Länge von 2,5 Kilometer werden folgende Leistungen erbracht: 
Erdbau Bodenausbau und Einbau von ca. 550.000 m³, davon wurden 500.000 m³ mit Mischbinder verbessert.
Kanalbau und Sickeranlagen Ca. 10 km, Durchmesser von DN 300 bis DN 1200 Stahlbeton bzw. DN 500 bis DN 1000 Gussleitung; Schachtbauwerke bis DN 2000.
Straßenbau Bis zu sechsspurige Verkehrsführung, Kreisverkehr, Anschluss der alten B 50 und Ortsumfahrung Wengerohr komplett inkl. Frostschutz und Asphaltbau (Bauklasse SV) 53.000 m², Bauklasse I 13.500 m² und Bauklasse II 14.800 m² zuzüglich 8.200 m² Wirtschaftswege, Herstellung von Betonboardanlagen und Leiteinrichtungen mit Betonfertiger.
Regenrückhaltebecken Drei Becken, inkl. Abdichtung, Ablaufbauwerke, Anbindung an den vorhandenen Flusslauf, Bodenbewegungen hierbei ca. 125.000 m³.
Amphibienschutz Herstellung von vier Stahlbetonquerungen bis zu einer Länge von 32 m und einem Querschnitt von 1,25 m x 1,75 m, Ausführung mit Fertigteilen bei einem maximalen Gewicht bis zu 16 t/Teil.

 

Auszug AMAND-Journal, 4. Quartal 2011