B 8n auf der Zielgeraden

Geplant ist der Neubau der Bundesstraße 8n, der den Düsseldorfer Norden mit der Autobahn 59 in Duisburg verbinden soll, schon seit Jahrzehnten. Nun wurden tatsächlich die letzten Bauabschnitte in Angriff genom­men.

AMAND erhielt am 19. September 2008 den Auftrag für das Erd-und Deckenlos. Neben den Erd-und Deckenarbeiten, welche die Herstellung eines Regenrückhaltebeckens beinhalten, sind noch zwei Unterführungsbauwerke, eine Pump­station, eine Stützwand sowie ein Trog im Bereich der Unterführungsbauwerke herzustellen. Als besondere Herausfor­derungen dieser Baumaßnahme zählten sowohl die kurz bemessene Bauzeit, da im Mai 2009 die ersten Prüfungen bzw. Probeläufe durchgeführt werden sollten, als auch die Nähe der Straßenbahnlinie U79 der Rheinbahn AG, die parallel zur Trasse der B 8n verläuft. Weiter war AMAND federführend tätig in der Koordination mit dem Auftragnehmer der Ingenieurbauwerke und hatte für diese die Vorleistungen, wie den Baugrubenaushub zu erbringen.

Zahlen und Fakten
Innerhalb des ca. 60.000 m² großen Baufeldes sind:

  • ca.105.000 m³ Boden zu bewegen
  • ca. 12.000 m³ Boden zu verbessern
  • ca. 3,5 km Kanal zu verlegen

Nach Aufnahme der Arbeiten im Oktober 2008 vergingen die ersten Wochen mit dem Abtrag des Oberbodens, der Trennung der darunter liegenden Bodenschichten im Einschnittsbereich sowie der Bodenverbesserung mit Bindemitteln der gesamten Dammaufstandsfläche. Die unterschiedlichen Bodenarten aus dem Einschnitt waren je nach Eignung zur Abfuhr bestimmt bzw. wurden direkt in den Damm eingebaut. Zuerst wurden die Baugruben für die Unterführungsbau­werke mit rund 30.000 m³ und das Regenrückhaltebecken mit ca. 25.000 m³ Bodenaushub hergestellt. Ebenso wie der Einbau des Materials in den Straßendamm erfolgte auch die Erschließung der Baugruben mit GPS-Technik (Globales Positionierungs-System).

In den anschließenden Wochen wurden die Arbeiten zur Herstellung des Einschnitts und parallel dazu die Kanalarbeiten aufgenommen. Ende Mai 2009 wurde die B 8n vom Gerichtsschreiberweg bis zur Duisburger Landstraße für den Verkehr freigegeben. Mit der voll­ständigen Beendigung der Arbeiten ist Ende 2009 zu rechnen.

Entlastung wird dies vor allem den Stadtteilen Kaisers­werth und Wittlaer bringen, denn dann wird der Ver­kehr von und nach Duisburg nicht mehr durch diese Stadtteile fließen, die bislang vor allem durch die Be­rufspendler erheblich belastet wurden.

 

Auzug aus dem AMAND-Journal 4. Quartal 2008