Deichsanierung Meerbusch-Büderich

Hochwasserschutz im Norden Düsseldorfs 

Die Bauarbeiten zur Sanierung des rund 2,9 Kilometer langen Deichs an der Grenze zwischen Düsseldorf und Meerbusch haben begonnen - vorraussichtliche Fertigstellung 2013. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 17 Mio. Euro.

Am 21. Juni 2011 beauftragete der Deichverband "Neue Deichschau Heerdt" die Bietergemeinschaft, bestehend aus den Firmen AMAND, ECOSOIL, und BAUER mit der Deichsanierung Meerbusch-Büderich. Aus der Bietergemeinschaft wurde die "ARGE Deichsanierung Meerbusch-Büderich" (unter der rechnischen Federführung von AMAND) gegründet.

Bei diesem Bauvorhaben geht es im Wesentlichen um Folgendes:
Die Deichsanierung erfolgt über eine Gesamtlänge von ca. 2.910 Metern; davon erfolgt über eine Länge von 570 m die Sanierung mit Hilfe einer Spundwand (Einbringtiefe ab OK Gelände ca. 11,75 m), die mit Beton verkleidet und mit einem Verblendmauerwerk versehen wird. Zusätzlich wird auf einer Länge von 2.500 m eine Erosionsschutzwand im MIP-Verfahren ( Mixed-Place) in eine Tiefe von bis zu 11 m (ab OK Gelände) eingebracht; diese Erosionsschutzwand dient dem Schutz des Abwassertransportsammlers. Über eine Länge von ca. 50 m wird ein neuer Durchlass mit zwei Schachtbauwerken gebaut (DN 1600).

Im Erd- bzw. Wegebau fallen dafür folgende Arbeiten an:
Es werden ca. 43.000 m³ Oberboden abgetragen und angedeckt, ca. 170.000 m³ Altdeich abgetragen, zwischengelagert und eingebaut bzw. entsorgt und ca. 90.000 m³ Stützkörper und ca. 25.000 m³ Filtermaterial geliefert und eingebaut. Im Bereich des Wegebaus sind ca. 12.000 m² Deichverteidigungs- und Deichkronenwege zu pflastern.

Was passiert wann?
Noch im Jahr 2011 werden die Spund - und die Erosionsschutzwand errichtet!

Dazu wird in einem ersten Arbeitsschritt ein Teil des Altdeiches abgetragen, um die Arbeitsebene zu schaffen und die Baustraßen herzustellen. Nachdem die Spundwand vollständig eingerammt und verkleidet ist und auch die Erosionsschutzwand eingebracht wurde, ist dann der abgetragene Altdeich zunächst wieder herzustellen, um für die kommende Hochwassersaison vorerst gewappnet zu sein.

Im Frühling 2012 - also zu Beginn der neuen Bausaison im Deichbau - wird AMAND dann mit dem eigentlichen Erdbau beginnen. Dazu werden wir - nach derzeitigem Kenntnis - und Planungsstand - mit zwei Kolonnen den Deich öffnen und sanieren und in einer der kommenden AMAND Journal-Ausgaben darüber berichten.

 

Auszug aus dem AMAND-Journal 04/2011