Hilfe aus dem All - AMAND will weiter in die Zukunft investieren

Nach der Erneuerung des Maschinenparks, der LKWs, der PKWs und zuletzt der Pritschenfahrzeuge will der Baubereich der AMAND Gruppe durch Investitionen in neue Technologien der Maschinensteuerung von Raupen und Baggern die Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern. Die bekannten und im Einsatz befindlichen Lasersysteme sollen durch Steuerungen per Tachymeter bzw. per GPS abgelöst werden.Tachymeter sind allen vom Bau als Vermessungsgeräte bestens bekannt -GPS vielleicht nicht.

Das Kürzel GPS steht für Globales Positionierungs- Systemund beantwortet die Frage: "Wo genau auf der Erde befinde ich mich eigentlich?" Ursprünglich ein für das Militär entwickeltes, auf 24 Satelliten gestütztes System, hat das GPS inzwischen auch Verwendung in der zivilen Nutzung gefunden, beispielsweise bei der Navigation auf See, als Ortungs- und Navigationssystem im Auto, bei der Logistik von Transportunternehmen, bei der Vermessung und nicht zuletzt eben auch bei der Automation und Steuerung von Baumaschinen. Je nach Art des GPS-Empfängers und der eingesetzten Technik sind bei Vermessungsgeräten Lagegenauigkeiten bis in den mm-Bereich möglich. Ähnlich wie Tachymeter, die auf in Lage und Höhe bekannten Punkten stehen und sich an anderen bekannten Punkten orientieren müssen, um korrekt abstecken zu können, benötigt man für ein GPS-gestütztes System eine Referenz oder Basis (einen Empfänger auf einem bekannten Punkt), um vermessungstechnische Genauigkeiten insbesondere in der Höhe erreichen zu können. Diese Basisstation vergleicht die aus den Satellitensignalen errechnete Position mit den bekannten Koordinaten ihres Standpunktes und berechnet aus den Differenzen Korrekturwerte, die dann an andere GPS-Empfänger im System gesendet werden, die dieselben Satellitensignale zeitgleich empfangen haben.

Die Baumaschine wird mit Sensoren, GPS-Antenne, Empfänger und Bordcomputer ausgestattet und so vermessen, dass die Lage der Schneide des Raupenschildes bzw. des Baggerkübels relativ zur Antenne bekannt ist.Der Bordcomputer vergleicht nun die vom GPS-Empfänger übermittelte, mit den Korrekturdaten der Basis versehene Position der Antenne und somit auch die des Schildes oder des Kübels mit einem eingegebenen, digitalen Modell der Planung des zu erstellenden Erdbauwerkes. Das Ergebnis dieses Vergleichs (zu hoch, richtig, zu tief) wird entweder an ein Anzeigesystem weitergegeben, wie es in Dresden von den Herstellern Trimble und Leica bei den Maschinenführern Lamm, Rode, Lay und Hahnewald im Probebetrieb ist, oder es wird direkt als Steuerbefehl an die Hydraulik der Maschine gesendet, wie es bei den automatischen Systemen der Hersteller Trimble und Topcon in Düsseldorf von den Maschinisten Marina, Gäbel und Gartung getestet wird.

Der Vorteil solcher Maschinensteuersysteme liegt in der Einsparung umfangreicher Absteckungsarbeiten. Da der Maschinist immer weiß, wo er sich im Verhältnis zum geplanten Erdbauwerk befindet, kann dadurch die Produktivität der Maschine gesteigert werden, z. B. kann damit die Leistung beim Herstellen von Planien vervielfacht werden.

Wir werden uns hoffentlich bald (die Baustellen, auf denen schon Maschinensteuerungen in Betrieb sind, möchten sie erst gar nicht mehr abgeben) für Systeme eines der drei Hersteller entscheiden und denken, dass wir damit auf dem schwierigen Markt der Baubranche auch weiterhin erfolgreich bestehen können.