Vierter Abschnitt der Bundesstraße 8n offiziell eröffnet

Eine große Entlastung für die Düsseldorfer Stadtteile Kaiserswerth und Wittlaer: Nach nur acht Monaten Bauzeit wurde ein weiterer Abschnitt der Ortsumgehung zwischen Düsseldorf und Duisburg termingerecht fertig gestellt.

Den Auftrag zur Herstellung der Erd- und Deckenbauarbeiten im Rahmen des Bauloses 2 erhielten wir am 19.09.2008. Unser Auftrag umfasste alle Bodenab- und Bodenauftragsarbeiten, die Herstellung der gesamten Entwässerung im Bereich der Verkehrswege sowie den ungebundenen und gebundenen Oberbau.

Die Baumaßnahmen B 8n war vor allem bis zum Erreichen der provisorischen Verkehrsfreigabe am 29.05.2009 mit der damit verbundenen Bau mehrerer Ingenieurbauwerke äußerst anspruchsvoll. Neben unserer eigentlichen Bauaufgabe war es für uns eine besondere Herausforderung die Oberkoordinierung aller Fachlose und damit die Steuerung der Ingenieurbauwerke - zwei Brücken, eine Stützwand und ein Trogbauwerk - zu übernehmen.

Die symbolische, feierliche Verkehrsfreigabe bestand dann Ende Juli 2009 in der Inbetriebnahme des Pumpenhauses, das die Entwässerung der Straße ermöglicht. So konnte neben den anwesenden Vertretern des Bundes- und der Landesregierung auch die Bürgermeister der Städte Düsseldorf und Duisburg und natürlich die Vertreter des Landesbetriebes Straßenbau NRW und den Baufirmen die Flutung des Regenrückhaltebeckens beobachten.

Außergewöhnlich
Unter einer Vielzahl von außergewöhnlichen Maßnahmen zum Erreichen der ehrgeizigen Zielstellung ist Folgendes ganz besonders erwähnenswert:
Schon während der Angebotskalkulation haben wir dem Auftraggeber zum Schutz des Grundwassers anstelle verschweißter Kunststoffdichtungsbahnen eine Abdichtung mittels Betonitmatten vorgeschlagen, was in der Ausführung größere Flexibilität und geringere Witterungsabhängigkeit bedeutete - und auch kostengünstiger war.

Eine weitere wichtige Änderung ergab sich aus dem Problem, dass der Abtransport überschüssiger Kiesmassen über die Bahnquerungen der U79 nicht möglich war. Als Alternative zur geplanten ungebundenen Tragschicht aus gebrochenem Gestein, stellten wir mit den vorhandenen Kiesmassen eine Tragschicht mit hydraulischen Bindemitteln her. So konnten Kosten gespart und Ressourcen geschont werden - eine sinnvolle Maßnahme auch nicht zuletzt im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetztes.

Als dann der Baufortschritt forciert werden musste und eine abschnittsweise Bauweise zwischen den Brückenbauwerken die letzte Möglichkeit der Termineinhaltung war, wurde kurzerhand die geplante starre Stahlrohrleitung durch eine flexiblere Kunststoffrohrleitung ersetzt und unter Grundwasserabsenkung unterhalb des Trogbauwerks verlegt. In die entstandene Schutzrohrtrasse wurden dann die Versorgungsleitungen für das Pumpenhaus verlegt.

Gute Zusammenarbeit
Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg dieser Baumaßnahme war auch unser gutes Verhältnis zur Philipp Kutsch GmbH aus Aldenhoven, dem Auftragnehmer der Ingenieurbauwerke. Alternative Technologien und Arbeitsabläufe wurden flexibel und kompetent umgesetzt. Der geplante Bauablauf wurde von uns im Rahmen der Oberkoordination permanent überwacht und an neue Gegebenheiten angepasst.

Dabei bestätigten vor allem unsere auf der Baustelle eingesetzten Mitarbeiter durch ihre tägliche Arbeit das in Sie gesetzte Vertrauen. Direkt nachdem in den verschiedenen Baubereichen die Vorleistungen gegeben waren, sorgten unsere Kolonnen dafür, dass schon bald auch der Außenstehende die neue Straßenführung erkennen konnte. Bei der Geschwindigkeit der Arbeiten wurde das technisch Machbare angesetzt.

In Vorbereitung
Ist das fünfte und letzten Teilstück auf dem Weg nach Duisburg. Dann soll der Anschluss an die A59 erfolgen. Dabei werden sehr umfangreiche Umbauten an den vorhandenen Autobahnen und Bundesstraßen erfolderlich, was mit erhöhten Anforderungen für die bauausführenden Firmen verbunden ist. Erfahrung, Kompetenz und Flexibilität haben unsere bisherigen Arbeiten ausgezeichnet und so hoffen wir, auch für diesen Bauabschnitt auf das Vertrauen des Landesbetriebes Straßenbau NRW. Schließlich hat die Beteiligung von AMAND an der Gesamtbaumaßnahme B 8n bereits Tradition.

 

Auszug aus dem AMAND-Journal 04/2009